Beschreibung:

90 S.; sehr zahlr. Abbildungen. Broschiert.

Bemerkung:

Ex. mit geringen Gebrauchsspuren. - Im Jahr des Mauerbaues; 1962 erschienen. - Beiliegen: 2 Ansichtskarten (A 5) / Zinnowitz. - Das mecklenburgische Küstengebiet, in dem jahrhundertelang Fischerei und Landwirtschaft, Schiffahrt und Handel vorherrschend waren, wurde dem Fremdenverkehr verhältnismäßig spät erschlossen. Das gilt auch für die 445 Quadratkilometer große Insel Usedom, deren Lage zwischen Ostsee und Oderhaff, Peene und Swine den Zugang vom Festland her besonders erschwerte. Erst der Bau von Bahnlinien öffnete in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die Insel der Fischer und Bauern dem Reise- und Touristenverkehr und begünstigte die Entwick-lung des Bade- und Kurbetriebes. Die Beliebtheit, deren sich die Insel seither bei ihren Besuchern erfreut, verdankt sie nicht zuletzt ihrem abwechslungsreichen Landschaftsbild, das nahezu alle Eigenheiten der deutschen Ostseeküste in sich vereinigt. Die buchenbestandenen Steilküsten der Inselkerne wechseln mit den langgezogenen Sanddünen der Verlandungsgebiete, blühende Heiden mit fruchtbarem Ackerland und flachen Weiden. Abseits der Straßen locken einsame Waldseen, schilfumstandene Buchten, verschwiegene Moore. Neben Wahrzeichen mittelalterlicher Baukunst, wie dem Anklamer Tor in Usedom und dem Wasserschloß Mellenthin, begegnet der Wanderer auch moderner Technik, wie der stählernen Klappbrücke in Wolgast und eindrucksvollen Industrieanlagen. Neben malerischen Fischerhäusern mit rohrge-deckten Walmdächern und bemoosten Salzhütten stehen blitzblanke Fischverarbeitungsbetriebe und mechanisierte Offenställe. Strandboote mit farbigen Segeln, graue Stahlkutter und weiße Passagierdampfer kreuzen in buntem Wechsel vor den Küsten. Unweit halbverfallener Klostermauern und knarrender Bockwindmühlen erheben sich am Meer die Erholungsheime und Kulturhäuser, in deren Fenstern die Sonne sich spiegelt, herrscht rings um die Campingplätze, Kinderferienlager und Urlaubersiedlungen frohes Treiben bei Sport und Spiel. (S. 5)