Beschreibung:

18 cm. LXIV, 673 (3) S. mit 3 geschnittenen Kartuschen, 1 Abb. i. Text u. 5 doppelseitigen Ausschlagtabellen. Original Halbleder (Hardcover), Fadenheftung auf 3 echten Bünden, m. 2 ggpr. RS., Vollgrünschnitt.

Bemerkung:

Lüder war Prediger in Coppenbrügge bei Hameln und Verfasser einer Gartenkolumne im "Hannoverschen Magazin". 1768 fasste er erstmals seine Artikel in einem Buch zusammen, dem 1 Band der "Küchenbriefe". Das Werk behandelt zahlreiche Einzelthemen über den Nutzgarten "Jardin potager"aus der Sicht des Gartenpraktikers, wie bei solchen Werken üblich ist die Auswahl eklektisch und etwas unstrukturiert, was den Küchenbriefen jedoch ihren besonderen Charme gibt. Durch zahlreiche Bezüge zur und Zitate aus der zeitgenössischen Gartenliteratur Deutschlands und Frankreichs (Grotjans Gartenkalender, Reicharts Land- und Gartenschatz, L'Année Champestre usw.) wurde der Leser auch über weitergehende Literatur und Ansichten informiert. Auch die vorliegende Fortsetzung besteht zum Teil aus bereits im Magazin veröffentlichten Artikeln. Die Fortsetzung benutzt, anders als der erste Band, bereits die Linné'sche Nomenklatur, es ist deshalb ein "Botanisches und Französisches Verzeichnis" der Pflanzen beider Teile angefügt. Inhalt: 1. Anleitung zur Wartung und Bestellung der in den Briefen über die Bestellung eines Küchengartens übergangenen Küchengartengewächse (u.a. Spargel, Artischocke, Blumenkohl), 2. Versuch einer Anweisung wie ein jeder Haußvater die benöthigten Gartensämereien, ohne viel Mühe, und zugleich also ziehen könne, daß sie nicht ausarten, 3. Einige den Küchengarten betreffende allgemeine Abhandlungen. 1779 erschien noch ein 3. Teil. Dochnahl 98. Enslin/Engelmann 197. Dem heutigen Gartenfreund sind in dieser Tradition die unterhaltenden "Nachrichten aus dem Garten" bekannt, die Jürgen Dahl ebenfalls Kolumnist (in der FAZ) verfasste und in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts mit großem Erfolg in Buchform veröffentlichte. [Küchengarten-Briefe]

Erhaltungszustand:

Gutes Exemplar. Einband eckbestoßen u. angefleckt, Schnitt angefleckt, im Satzspiegel durchgehend gebräunt, Ränder teils minimal angefleckt. Tabellen mit Quetschfalten. Schönes Exemplar.